Grundlagen / Richtlinien zur Aufzucht:

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Grundlagen / Richtlinien zur Aufzucht:

Beitrag von Schattenjaeger_01 am Do Okt 07, 2010 7:52 am

Grundlagen zur Aufzucht:
Aufgrund des eingeschränkten Sozialverhaltens der meisten Nachzuchten, sollten diese bis zur Adulthäutung einzeln aufgezogen werden. Somit kann man Ausfällen durch eventuell auftretenden Kannibalismus bei Häutungen vorbeugen. Bei Bereitstellung von genügend Raum, Versteckmöglichkeiten sowie ausreichendem Futterangebot kann man viele Arten auch in Gruppen aufziehen. Sogenannter Häutungskannibalismus ist aber jederzeit möglich.Haltungsbedingungen können wie bei adulten Tieren der Art beschrieben werden. Auf eine Wasserschale sollte man jedoch aufgrund der Gefahr des Ertrinkens verzichten und lediglich einen Teilbereich inklusive der Wand wöchentlich (aride Arten) leicht besprühen (humide Arten 2 bis 3 mal pro Woche). Dieser Abschnitt wird als Trinkgelegenheit genutzt und verhindert die Dehydration der Jungskorpione. Auch ein leicht angefeuchtetes Zellstofftuch kann hier zusätzlich zum Einsatz kommen. Fütterung ein- bis zweimal wöchentlich mit Futter in Körpergröße ist angemessen. Das Jagdverhalten bei Jungtieren ist nach meinen Beobachtungen bei vielen Arten sehr stark ausgeprägt.

Anmerkung:
Selbstverständlich kann man nicht für alle Skorpionarten eine Pauschalaussage treffen, die oben genannten Grundlagen stellen einen goldenen Mittelweg mit größtmöglicher Aussicht auf Erfolg ohne Verlust dar.

MfG
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Re: Grundlagen / Richtlinien zur Aufzucht:

Beitrag von Admin am Do Okt 07, 2010 7:57 am

Hallo Martin,

sehr schön und informativ.

Danke für die Aufklärung. Ist ja ähnlich wie bei meinen Vogelspinnen.
Wahrscheinlich ist die Stückzahl bei dir geringer, wenn du Nachwuchs hast.

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Liebe Grüße aus Schechingen

Andre


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Re: Grundlagen / Richtlinien zur Aufzucht:

Beitrag von Schattenjaeger_01 am Do Okt 07, 2010 8:06 am

Hallo,

die Jungtiere variieren sehr stark von Art zu Art, aber ich innerartlich unterliegen sie extremen Schwankungen. Pauschalaussagen kann man fast nicht treffen.

Beispiel:
Während ein Wurf bei Euscorpius flavicaudis 52 Skorplinge stark war, hatte die Dame im Nachbarterrarium nur 14 Skorplinge lebend gebohren. Haltungsbedingungen waren genau identisch.

Den größten mir bekannten Wurf hatte eine Parabuthus transvaalicus Dame mit 172 Jungtieren. Den kleinsten Wurf hatte Ralph bei Hottentotta hottentotta. Nur ein einzelnes Jungtier wurde geboren. Witzig war, ich hatte in der Woche ebenfalls Die Freude eines Wurfes mit 38 Jungtieren. Die Muttertiere sind eigene DNZ von mir.

MfG
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Re: Grundlagen / Richtlinien zur Aufzucht:

Beitrag von Admin am Do Okt 07, 2010 8:17 am

Hallo Martin,

naja 172 Stück sind nicht unbedingt viele, erscheint mir als Spinnen Mensch eher als überschaubar.

Bei Acanthoscurria geniculata oder von Lasiodora parahybana hast du etliche Hundert mehr. Kann bis an die 2000 Stück ran gehen.

Das kostet Zeit die kleinen zu vereinzeln.

Die Unterschiede bei Hottentotta hottentotta in der Ausbringung, könnte unter Umständen an den Haltungsbedingungen gelegen haben.
Bei deinen Euscorpius flavicaudis könnte unter Umständen der Ernährungszustand oder die Zeit zur Bildung der eier ausschlag gebend gewesen sein.
Aber alles nur Spekulationen von mir. Ähnliche unterschiede finden sich bei meinen Vogelspinnen.

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Liebe Grüße aus Schechingen

Andre


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Re: Grundlagen / Richtlinien zur Aufzucht:

Beitrag von Schattenjaeger_01 am Do Okt 07, 2010 8:25 am

Admin schrieb:Die Unterschiede bei Hottentotta hottentotta in der Ausbringung, könnte unter Umständen an den Haltungsbedingungen gelegen haben.

Davon kannst du ausgehen. Werden sie zu warm gehalten und bekommen sie dann auch noch zu wenig Wasser, passiert das Phänomen des Eierabwurfes oder einer mickrigen Geburt.


Admin schrieb:Bei deinen Euscorpius flavicaudis könnte unter Umständen der Ernährungszustand oder die Zeit zur Bildung der eier ausschlag gebend gewesen sein.

Wer weiß, wer weiß. Fakt ist, alle sind wieder verpaart und in 9 Monaten wissen wir mehr. Vielleicht ist es dann auch umgekehrt.

MfG
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